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Einträge im août 2009

Presseberichte

29 août 2009

Operhessische Presse: http://www.op-marburg.de/Lokales/Marburg/Wir-ueberrollen-Laendergrenzen

Rhein- Zeitung: http://rhein-zeitung.de/on/09/08/18/rlp/t/rzo605036.html

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK)

http://www.bsk-ev.org/news/2445/rolli-rallye/

SWR http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=5260768/1qj8sm7/index.html

K3- Fernsehen http://www.k3-fernsehen.de/newsticker/Rolli_Rallye-600.html

Stand up (Querschnittlähmung) http://www.stand-up-initiative.de/2009/08/24/rolli-rallye-marburg-marseille-warum-nicht/

Radio for Handicaps: http://radio4handicaps.eu

Le Progrès: Rolli Rallye at Les Echets, Miribel

Rheinland Pfalz die Landesregierung: http://www.rlp.de/no_cache/einzelansicht_2787/archive/2009/august/article/mit-dem-rollstuhl-nach-marseille/

Badische Neuste Nachrichten 21.August2009 http://www.sma-deutschland.de/Dokumente/BNN_210809.pdf

Schwetzinger Zeitung 20090828_htz_0171-1

Hockenheimring: http://www.hockenheimring.com/Default.aspx?tabid=1530

ZDF Beitrag vom 29.08.09 um 17:45Uhr

29 août 2009

Heute kam um 17:45Uhr auf ZDF “Menschen das Magazin” ein Beitrag über leben mit “SMA” und unserer Tour… wer es sehen mag, hier bitte schön:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/828042?inPopup=true

zwei einzel Beiträge gibts auch noch von Sylvana und Jenny:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9602?inPopup=true

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9602?inPopup=true

14. Etape Salon de Provence- Marseille

29 août 2009

Noch ca. 50Km und wir haben das große Ziel Marseille erreicht… Los gehts!

Um 11:30Uht starteten wir zu unserer letzten Touretappe nach Marseille. Die Sonne brannte auf unsere Körper, doch wir fuhren. Kurz nach dem Start kam schon die erste große Herausforderung für unsere Rollis und vor allem für unsere Radfahrer, wir hatten eine Bergetappe der Tour de France zu überqueren (von Salon de Provence nach Lancon), die Namen der Tour de Francefahrer standen noch auf dem Asphalt. Nachdem wir alle diesen Berg ohne größere Probleme überstanden haben, gingen wir in eine kleine Kneipe am Rande der Strecke und stärkten uns für die letzten Kilometer. Bei der weiterfahrt kamen wir an einem schönen See vorbei, an diesem machten wir dann einen etwas längeren Stop, um unsere Akkus wechseln zu lassen und Flüssigkkeit zu uns zu nehmen. Sascha kühlte seinen aufgrund der Hitze geschwollenen Fuß mit Eis und schützte ihn die gesamte Weiterfahrt mit einer Socke vor der Sonne.

Die Weiterfahrt gestaltete sich im Übrigen ebenso schwierig wie die Bergetappe- nur auf andere Weise. Am Flughafen “Magnan” vor Marseille mussten wir eine ca. 8km lange Strecke auf dem Seitenstreifen einer Schnellstraße zurücklegen. Andreas sperrte gekonnt die Beschleunigungsspur, um uns eine sichere Überquerung der Auffahrten zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz war diese Strecke äußerst stressig und zerrte stark an unseren Nerven. Nebenbei brannte die südfranzösische Sonne selbstverständlich fröhlich weiter.

Nach kurzer Rast an einem Autowaschstand, an dem Sascha sich am Wasserstaub erfreute, ging es unverwüstlich weiter Richtung Ziel. Dieses war nun in greifbarer Nähe. Wir wussten, dass nur noch ein “Montagne” unseren Blick nach Marseille verhinderte. Diesen anzugehen verlangte selbst Ivo mit dem gelben Trikot alles ab. Saschas und Sylvanas Akkus röchelten aus dem letzten Loch. Nur Jenny erfreute sich über eine wundersame und megaunlogische Aufladung ihres Akkus durch die steile Anfahrt. Untenrum. Endlich oben angekommen traf uns der Schlag. Der Anblick unseres Ziels war überwältigend. Wir rasteten ca. eine halbe Stunde, schossen Bilder und blickten immer wieder auf den Hafen und die Skyline der einstigen Ganovenhochburg. Für die Abfahrt (im wahrsten Sinne) wechselten wir noch einmal unsere Akkus.

Auf der Suche nach einem Ortseingangsschild fuhren wir nochmal eineinhalb Stunden durch die Vororte Marseilles. Eine zehnköpfige Gruppe junger Männer beobachtete unsere langsame Fahrt auf einer der Hauptverkehrspunkte und begannen aus heiterem Himmel zu klatschen. Unsere müden Gesichter strahlten vor Freude.

Die Fahrt endete bei Sonnenuntergang. Wir waren zu diesem Zeitpunkt 9 Stunden unterwegs und 65km gefahren. Die anstrengendste und bedeutungsvollste Etappe der Tour war vorüber. Leider ohne ein Ortseingangsschild zu Gesicht zu bekommen, da diese erst zum Zentrum hin aufgestellt wurden. Nichtsdestotrotz überwog der Stolz vor der Enttäuschung. Wir luden alles in die Autos ein und trafen uns mit den Wohnmobilfahrern am Yachthafen. Dort wurde gefeiert mit einem Essen in einem anliegenden Restaurant.

Müde, satt und glücklich fuhren wir auf unseren Campingplatz. Wir erreichten ihn um 2 Uhr nachts (!!!).

Der nächste Tag begann sehr früh- um halb acht. Ein Empfang der APF (Association des Paralysés de France) war das lang ersehnte Terminhighlight. Sie luden uns zu einem Frühstück mit anschließendem Gesprächsaustausch, einem Mittagessen und einer Stadtführung ein. Ohne unseren Sprachexperten Tommi wäre eine Kommunikation nahezu unmöglich gewesen und wir hätten die stark anderen Lebensbedingungen Behinderter in Frankreich nie erfahren. Wir haben interessante und liebe Leute kennengelernt, die uns viel aus ihrem Leben erzählten.

Unsere Gastgeber nahmen geschlossen am Sightseeing mit uns Teil (ungeachtet des anstrengenden Transports und der unzähligen Male, die sie diese Anblicke bereits genossen). Die Cathedrale Notre Dame über der Stadt bescherte uns wiederum einmalige Erinneurngen. Die einmalige Sicht über Marseille ermöglichte uns sogar eine kleine Rekapitulation unseres Reiseweges. Angesichts der weiten Strecke alleine der letzten Etappe waren wir beeindruckt.

Nach der Stadtführung verabschiedeten wir die APF-Leute und vollführten ein Ritual von für uns hoher Bedeutung. Wir pflanzten im Park de Campagne ein schönes Olivenbäumchen. Ein bewegender Moment und ein tolles Gefühl, denn dieser Baum ist für unseren Freund Martin. Er ist diesen Weg mit uns gegangen und so wie wir angekommen.

Wir danken Saschas Oma, die den Kontakt zum deutschen Generalkonsulat in Marseille ermöglicht hat und natürlich Frau Tuemer, die stellvertretend für das Generalkonsulat für uns da war und uns an allen Ecken und Enden unterstützte. Nicht zuletzt erreichte sie, dass wir die eben erwähnte Mini-Zeremonie durchführen konnten. Wir danken dem APF für ihre Gastfreundlichkeit und ihre Gedult mit unserem Französisch. :-) Außerdem danken wir der Marseiller Gendarmerie, dass sie unsere Fahrzeuge, die DIREKT am Yachthafen parkten, nicht abgeschleppt haben.

… es folgen 3Tage Erholung und Land und Leute kennenlernen…

13. Etappe Avignon - Salon de Provence

27 août 2009

Punkt 1 Uhr - Jenny hat Schluckauf! :)




Sur le Pont D’Avignon die Rolli Rallye steigt in die Fähre ein. Diese stellte sich als weniger Behindertengeeignet heraus, als alle sagten.  Nämlich gar nicht. Das Ein- und besonders das Aussteigen war ein Krampf. Die schnuckelige 5minütige Übersetzung entschädigte für die Umstände. Unser Kameramann Christoph freute sich, da er für die Dramaturgie nicht mehr zu sorgen hatte.

Nach einem entspannten brütend heißem Etappenstart aus Avignon hinaus fuhren wir eine der längsten Tagesstrecken, die wir bisher (mit dem klaren Ziel, sie komplett zu fahren,) in Angriff genommen haben.

In Chateauregard machten wir Rast auf einem Marktplatz mit (in dieser Situation) unendlich wertvollem kühlen Springbrunnen. Ein einheimischer Senior, der sich für Rollstuhlfahrer engagiert, gratulierte uns zu der Idee und wünschte uns viel Glück.

Nach halber Strecke - kurz nach dem Akkuwechsel - erfrischte uns der erste (leichte) Tourregen der Rolli Rallye. Doch nach kurzer Zeit der Freude über die Abkühlung wurde es zuviel des Guten. Wir begannen kollektiv ein wenig zu frieren. Die Überwältigung angesichts des Landschaftswechsels ließ uns zumindest temporär sämtliche Kälte vergessen: Gebirge!

Um ganz ehrlich zu sein: Wir wissen nicht den Namen des Gebirges und wir haben zu wenig Zeit und Lust, es im Internet nachzuschlagen und hier damit anzugeben, wieviel Ahnung wir von französischer Geographie haben. Nenne wir es daher (nach Sascha) “French Canyon”.

Wie gesagt, der Anblick war himmlisch und die Fahrt hierdurch war traumhaft schön. Leider endete die Etappe nicht unbedingt wie erwünscht. Jenny, Sylvana und Sascha kapitulierten mit noch ca. 10 zu fahrenden Kilometern vor der Kälte.

Den Titel der Bergetappe der Rolli Rallye sicherten sich Benny und Ivo. Sie erhielten das orangene und gelbe Trikot (auf französischen Landstraßen ist Warnwestenpflicht, daher waren sie von normalen Fahrrad Rolli Rallye Tourteilnehmern nicht zu unterscheiden).

Erst nach Ankunft in Salon de Provence erfuhren wir, dass über dem Campingplatz wohl Weltuntergangstimmung gewesen sein muss. Dieser verwandelte sich kurzzeitig in eine Pfützen- und Sumpflandschaft mit zahllosen 20cm tiefen Mini-Teichen.

Nach einem hervorragenden Abendessen (Danke an Curry-Hubert) stimmten wir uns auf die kommende (letzte) Etappe ein. Die Rolli Rallye neigt sich dem Ende zu. Ein lachendes und ein weinendes Auge ist jetzt schon bei vielen zu beobachten.

Die letzte Etappe gilt es nun unbedingt und ohne Unterlass durchzuziehen.

Auf gehts ins Finale!

“Und dann fahren wir”

… Marseille, wir kommen!!!

12. Étape Orange - Avignon

27 août 2009




Verzeihung, für den gestern ausgebliebenen Beitrag. Leider hat uns die Stadt Avignon so in ihren Bann gezogen, dass wir keine Zeit dafür hatten. So nun aber zu den erlebnisreichen zwei Tagen.

Bereits in Orange stellten wir fest, dass Saschas ESP kaputt war (kollossaler Motorschaden!!!), tauschten es aus und kamen nach 5 km erneut zum stehen. Hier tauschten wir Sascha untenrum (Hallo Luca) und es konnte weiter gehen/fahren.

Daraufhin verlief unsere Tour “wie geplant” als Rallye!! durch Militärgelände, wo wir einiges an Staub schlucken mussten und einige Explosionsgefahrschilder überfuhren. Wie es bei Ro(a)llye-Fahrern meistens vorkommt, standen wir auf einer Landzunge vor einer wunderschönen Treppe… Leider waren wir nun gezwungen wieder einmal unsere Traxis zu benutzen.

Sauheiß luden wir unsere Gefährte 10 km vor unserem Zeltplatz wieder aus, erfrischten uns und kamen recht früh auf unserem billigsten und besten Campingplatz (Pont D’Avignon) an. Die äußerst zuvorkommenden Besitzer besuchten uns mit dem Fahrrad um uns die Botschaft eines 20prozentigen Rabattes aufgrund des tollen Projektes zu überbringen. Ein Rallye-T-Shirt war der Dank. Der Pool erfrischte uns am Abend, bevor wir in die Altstadt von Avignon aufbrachen. Nach kollektivem Trinken fielen wir in unseren gewohnten Tiefschlaf und freuten uns, dass wir bereits um 6:30 von unseren ersten “Wachen” beschäftigt wurden.

Aufbruch nach Salon de Provence…