Die Idee

Marburg im Februar 2008. Vier Studenten sitzen bei sonnigem, aber trotzdem sehr kaltem Wetter in der Küche eines Studentenwohnheimes in Marburg.
Wie immer in solchen Situationen kommen Äußerungen wie der Wunsch nach Sonne, Strand und Meer. Direkt kam uns Marseille in den Kopf. Plötzlich fiel der anfangs unüberlegte Satz: „Lasst uns doch einfach mit dem Rollstuhl dort hin fahren.“ Nachdem wir unsere Idee vertieft hatten, fragten wir uns. „Warum denn eigentlich nicht?“ Schließlich könne man ja auch Fahrradtouren in diesem Ausmaße ans Mittelmeer oder quer durch Frankreich bewältigen. Warum sollte es für einen Rollstuhlfahrer denn nicht möglich sein, eigenständig, nur mit Hilfe des Elektrorollstuhls, nach Marseille zu reisen?
Immerhin studieren wir ja auch wie jeder andere „normale“ Mensch. Sicherlich haben wir durch unsere Behinderung oft viele Barrieren im Alltagsleben zu meistern, aber sollten wir nicht dennoch die gleichen Chancen wie alle haben, und das auch über Ländergrenzen hinweg? Normalerweise dürfte dies nicht als außergewöhnlich bewertet werden. Doch wissen wir natürlich, dass wir bei solch einer Aktion viel Unterstützung benötigen, sowohl technische als auch pflegerische.

Wir hoffen mit dieser Aktion etwas Aufmerksamkeit für die Integration behinderter Menschen nicht nur in Deutschland, sondern gerade in einem zusammenwachsenden Europa auch in anderen Ländern, zu wecken. Diese außergewöhnliche Idee könnte man nutzen, um zu zeigen, dass Körperbehinderte mit etwas Unterstützung der Gesellschaft ein Leben führen können, welches nicht sonderlich benachteiligt ist.