13. Etappe Avignon - Salon de Provence

Punkt 1 Uhr - Jenny hat Schluckauf! :)




Sur le Pont D’Avignon die Rolli Rallye steigt in die Fähre ein. Diese stellte sich als weniger Behindertengeeignet heraus, als alle sagten.  Nämlich gar nicht. Das Ein- und besonders das Aussteigen war ein Krampf. Die schnuckelige 5minütige Übersetzung entschädigte für die Umstände. Unser Kameramann Christoph freute sich, da er für die Dramaturgie nicht mehr zu sorgen hatte.

Nach einem entspannten brütend heißem Etappenstart aus Avignon hinaus fuhren wir eine der längsten Tagesstrecken, die wir bisher (mit dem klaren Ziel, sie komplett zu fahren,) in Angriff genommen haben.

In Chateauregard machten wir Rast auf einem Marktplatz mit (in dieser Situation) unendlich wertvollem kühlen Springbrunnen. Ein einheimischer Senior, der sich für Rollstuhlfahrer engagiert, gratulierte uns zu der Idee und wünschte uns viel Glück.

Nach halber Strecke - kurz nach dem Akkuwechsel - erfrischte uns der erste (leichte) Tourregen der Rolli Rallye. Doch nach kurzer Zeit der Freude über die Abkühlung wurde es zuviel des Guten. Wir begannen kollektiv ein wenig zu frieren. Die Überwältigung angesichts des Landschaftswechsels ließ uns zumindest temporär sämtliche Kälte vergessen: Gebirge!

Um ganz ehrlich zu sein: Wir wissen nicht den Namen des Gebirges und wir haben zu wenig Zeit und Lust, es im Internet nachzuschlagen und hier damit anzugeben, wieviel Ahnung wir von französischer Geographie haben. Nenne wir es daher (nach Sascha) “French Canyon”.

Wie gesagt, der Anblick war himmlisch und die Fahrt hierdurch war traumhaft schön. Leider endete die Etappe nicht unbedingt wie erwünscht. Jenny, Sylvana und Sascha kapitulierten mit noch ca. 10 zu fahrenden Kilometern vor der Kälte.

Den Titel der Bergetappe der Rolli Rallye sicherten sich Benny und Ivo. Sie erhielten das orangene und gelbe Trikot (auf französischen Landstraßen ist Warnwestenpflicht, daher waren sie von normalen Fahrrad Rolli Rallye Tourteilnehmern nicht zu unterscheiden).

Erst nach Ankunft in Salon de Provence erfuhren wir, dass über dem Campingplatz wohl Weltuntergangstimmung gewesen sein muss. Dieser verwandelte sich kurzzeitig in eine Pfützen- und Sumpflandschaft mit zahllosen 20cm tiefen Mini-Teichen.

Nach einem hervorragenden Abendessen (Danke an Curry-Hubert) stimmten wir uns auf die kommende (letzte) Etappe ein. Die Rolli Rallye neigt sich dem Ende zu. Ein lachendes und ein weinendes Auge ist jetzt schon bei vielen zu beobachten.

Die letzte Etappe gilt es nun unbedingt und ohne Unterlass durchzuziehen.

Auf gehts ins Finale!

“Und dann fahren wir”

… Marseille, wir kommen!!!

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